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Fachstelle für Kinder und

Jugendpastoral Dillingen

"Beat of Life"

Saarbrücker Zeitung vom 12.05.2018, Ausgabe Dillingen

Musik geht auch mit Besenstielen

Mit einem gemeinsamen Konzert in der Dillinger Stadthalle fand das Projekt „Beat of Life“ einen krönenden Abschluss.

Von Jörg Laux

Dillingen Fünf Monate hatten 20 Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam geprobt, das Bühnenbild gestaltet und sich vor allem über nationale Barrieren hinweg kennen und respektieren gelernt. Aus der Taufe gehoben wurde das Projekt von einem lokalen Bündnis bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Fachstelle für Kinder- und Jungendpastoral des Bistums Trier in Dillingen, des Caritasverbandes Saar-Hochwald, des Sozialpädagogischen Netzwerks der Arbeiterwohlfahrt Saarland, der Stadt Dillingen sowie des Landkreises Saarlouis. Doch für den Erfolg und schließlich die Spielfreude auf der Bühne zeichneten die Kinder- und Jugendlichen selbst verantwortlich.

Musik bringt Menschen zusammen, kennt keine Grenzen und schließt niemanden aus. So lässt sich die Grundidee zusammenfassen, gemeinsam mit Alltagsgegenständen wie Besenstielen, Eimern oder Kochlöffeln zu trommeln, zu tanzen und zu singen. Eben ganz im „Beat of Life“, dem Taktschlag des Lebens.

Bis zur erfolgreichen Premiere am Mittwochabend in der Dillinger Stadthalle war es ein weiter Weg. Es wurde ein Kennenlern- und Aktionstag im Dillinger Lokschuppen veranstaltet, an dem sich bereits 18 Kinder und Jugendliche beteiligten. Bilder für das spätere Bühnenbild wurden gemalt, man lernte sich kennen.

Danach folgten die Proben. Allein in der Woche der Premiere wurde an zwei Tagen das komplette Programm geübt, bis nach der Generalprobe am Vorabend der eigentlichen Aufführung alles saß. „Wir waren am Anfang einfach nur eine Gruppe Fremder“, fasst Melanie Caspar von „Heartbeats“ in Saarbrücken zusammen. Sie übte gemeinsam mit anderen Helfern aus dem Leitungsteam die einzelnen Stücke und Choreographien mit den Kindern und Jugendlichen ein. Das Ergebnis konnte sich, vor allem auch wegen seiner Ungezwungenheit und Natürlichkeit auf der Bühne, sehen lassen.

Die jungen Künstler hatten sichtlich Spaß, und das steckt natürlich an. Moderiert wurde der Abend von Melanie Meiser, Integrationsbeauftragte der Stadt Dillingen, und Jörg Ries von der Fachstelle für Kinder- und Jungendpastoral Dillingen, die nicht nur die einzelnen Beiträge anmoderierten, sondern auch einen Einblick per Dias und Filmeinspieler in das komplette Projekt gewährten.

Dass der „Beat of Life“ tatsächlich eingeschlagen ist, zeigte jedoch eine spontane Dankeschön-Aktion der jungen Künstlerinnen und Künstler, die in einem emotionalen Moment kurz vor dem großen Finale ihrem Leitungsteam auf der Bühne dankten.

„Obwohl wir am Anfang viel Quatsch gemacht haben, war es am Schluss doch gut. Also, uns hat es sehr gefallen“, fasste es einer der jungen Teilnehmer auf der Bühne zusammen. „Ich wünsche es mir jedes Jahr. Es war so schön“, beschrieb eine andere junge Teilnehmerin ihre Erfahrungen. Schließlich ließ man den Abend mit „We will rock you“ von Queen ausklingen.

Die Zuschauer waren begeistert. Auch darüber, dass aus einer Gruppe Fremder so etwas wie Freunde, zumindest aber Weggefährten geworden sind.


Bistum Trier – Pressedienst Saar 11. Januar 2018

Mitmachparcours für Kinder zur Prävention vor sexueller Gewalt

Katholische Jugendarbeit in Saarlouis und Merzig-Wadern organisiert Ausstellung

Roden – Die Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral des Dekanats Dillingen hat zusammen mit dem Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen, Nele e.V. und der Grundschule in Roden einen Mitmachparcours zur Prävention vor sexuellem Missbrauch organisiert. Die interaktive Wanderausstellung „Echt Klasse!“ war einen Monat lang in der Grundschule Roden für Schulklassen, Eltern und Kinder sowie Jugendgruppen zu Gast.

„Die Ausstellung ist vor allem für Kinder im Grundschulalter gedacht“, erklärt Jörg Ries, Leiter der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral, der viele Schulklassen und Jugendgruppen durch die Ausstellung begleitete. „Wir wollten die Ausstellung auch für unsere Jugendarbeit nutzen und waren zum Beispiel mit unseren Jugendgruppen und Pfadfindern da.“ Aber auch viele Eltern, die ihre Kinder von der Schule abholten, besuchten die Ausstellung nach dem Unterricht, so Ries.

„Die Idee hinter der Ausstellung ist, dass sich die Kinder alleine darin bewegen sollen.“ Der Parcours beinhaltet insgesamt sechs Stationen, mit denen die Kinder interagieren konnten: Diese reichen von einfachen Stellwänden über einen Sinnespfad, bei dem die Kinder barfuß über verschiedene grobe und weiche Materialien laufen sollen, bis hin zu einem Thron, der Beifall aus Lautsprechern spendet, sobald man sich auf ihn setzt. Eine der Stationen trägt beispielsweise den Namen: „Mein Körper gehört mir“. Hier sollen die Kinder zunächst die Körperteile einer männlichen oder einer weiblichen Figur bestimmen. Die Kinder verteilen Kärtchen mit den Namen der Körperteile an die richtigen Stellen auf dem aufgemalten Körper. Als zweite Aufgabe sollen sie nun sagen, an welchen dieser Körperstellen sie eine Berührung in Ordnung finden, oder nicht. „Die Kinder haben ganz klar, wo sie berührt werden wollen und wo nicht“, erzählt der Leiter der Fachstelle. Eine weitere Station geht beispielsweise der Frage nach, was gute und was schlechte Geheimnisse seien. Eine dritte Station heißt „Ich darf Nein sagen“. „Der Fokus der Ausstellung liegt auf den Prinzipien der Prävention“, sagt Jörg Ries. „Es ist interaktiv und soll den Kindern aber deutlich machen, welche Rechte sie haben.“

Die Wanderausstellung befindet sich aktuell in der Vogelsang-Schule in Saarlouis, wo sie noch bis zum 19. Januar steht. Ab dem 22. Januar wird sie dann in der Grundschule Beaumarais zu sehen sein.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.echt-klasse.org